Stimmen der Straßenkinder
Während des Fotowettbewerbs nutzen zahlreiche Straßenkinder die Gelegenheit, ihre Gedanken niederzuschreiben, und reichten die Notizen zusätzlich zu ihren Fotos ein. Hier finden Sie einige der Texte:
Autor: anonym
Unendliche Leere
Weinende Augen
Quälende Dunkelheit
Grausame Lieder
Suche nach Wärme
Haltloses Schluchzen
Große Verzweiflung
Unnehmbare Ängste
Einsame Gedichte
Ernüchternde Stille
und die Frage: »WARUM?«
Du fühlst wie Dein warmes Blut Deinen Arm hinunterläuft.
Unendliche Erleichterung!
Du liegst da. Gedankenlos?
Du merkst wie Dir schwindlig wird,
Du spürst Dich und Dein Leben.
Die "ALTEN BILDER' ziehen an Dir vorbei,
doch Du bist glücklich.
Erlöst?
Die Erniedrigung, ausgelacht zu werden, war noch erträglich.
Die Abweisung fast unerträglich.
Dann noch getreten zu werden fast undenkbar.
Der Schrei nach Hilfe geht in Spott unter.
Die Ohnmacht befällt Dich, Du lässt Dich fallen und hast niemanden, der Dich auffängt!
Die Einsamkeit siegt!
Fortgeworfen wie ein benutztes Taschentuch.
Ausgetreten wie eine Zigarettenkippe.
Beachtet wie ein Stück Scheiße am Wegrand.
- Doch es gibt immer einen Weg, der Dir die Kurve ermöglicht, auch wenn er an Hindernissen vorbeiführt.
Irgendwo gibt es eine Rose, die in Dir Sehnsucht erweckt.
Das Messer lag neben mir.
Meine Augen! Ich hatte Angst vor mir selbst.
Die Resignation verhüllte Mordgedanken.
In meiner Brust schmerzte es fast unerträglich.
Dieser Druck in meinem Kopf, unaufhörlich.
Meine Augen leer und ausdruckslos -
Ein erstickter Schrei in meiner Brust:
»HELFT MIR!«





