Off Road Kids Stiftung

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Ihre Spende für Off Road Kids ist direkte Hilfe für Straßen-
kinder in Deutschland!

Der Tagesablauf ähnelt sich bei nahezu allen Straßenkindern - unabhängig davon, ob sie von Bettelei, Prostitution oder Diebstahl leben. Vom frühen Nachmittag an halten sie sich bis spät nachts in ihrer jeweiligen Szene auf und gehen mehr oder minder intensiv ihrer »Erwerbstätigkeit« nach. (Bettelnde Kids verkriechen sich im Winter häufig bereits am frühen Nachmittag in ihre Verstecke.)

Das ständig wechselnde Spektrum der Übernachtungsmöglichkeiten ist breit. Es reicht vom Liegeplatz unter freiem Himmel, in Parks, unter Brücken oder in Hauseingängen, über Bauwagen, leerstehende Häuser und Wohnungen, bis hin zu Hotel, »nettem Mann« oder Freier. Einige kommen zeitweise bei Freund(in), Verwandten oder Kumpeln unter. Findet sich keine Übernachtungsmöglichkeit - was durchaus nicht selten vorkommt - so wird die Nacht statt dessen durchgemacht. Die Kinder und Jugendlichen sind dann noch übermüdeter als sonst. Notschlafstellen, in denen anonyme Übernachtung möglich ist, gibt es in den wenigsten Städten.

Unübersehbar ist die Mobilität von Straßenkindern. Stresssituationen in der Szene lösen die Kids - wäre es anders zu vermuten - mit Flucht in eine andere Stadt. Gleichermaßen kann aber auch eine plötzliche Lust auf einen Ortswechsel oder die Gefahr, aufgegriffen zu werden, Auslöser sein, per Bahn oder Autostop auf Reise zu gehen. So ist es bei Punkern durchaus üblich, häufig Szenen an anderen Orten zu besuchen. Strichjungen verkehren durchaus mit Freiern an verschiedenen Orten. Städte innerhalb Deutschlands sind zwar die vorrangigen Ziele, aber längst nicht die einzigen. Seit die europäischen Grenzkontrollen abgeschafft sind, reisen gerade im Winter immer mehr Kids für Wochen und Monate nach Spanien und Portugal.